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BAUWOCHEN 2000

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1999 hat die Evangelische Versöhnungsgemeinde an der Stelle, an der sich bis 1985 ihre Kirche befand, die Kapelle der Versöhnung errichtet. Zeitgemäß - keinen monumentalen steinernen Bau, sondern einen modernen Stampflehmbau. Im Sommer 1999 organisierten das Netzwerk Offene Häuser und der Arbeitskreis Denkmalpflege Workcamps zur Unterstützung der Stampflehmarbeiten, an denen freiwillige Helfer aus vierzehn Ländern Europas teilnahmen.

Am 9. November 1999, dem zehnten Jahrestag der Öffnung der Berliner Mauer, wurde das Richtfest gefeiert, und am 9. November 2000 wurde die Kapelle eingeweiht.
Die Kapelle ist umgeben von Orten der Erinnerung und des Gedenkens: den Friedhöfen zweier Kirchengemeinden, der Gedenkstätte "Berliner Mauer" und dem Dokumentationszentrum zur Geschichte der Berliner Mauer. An diesem Ort treffen ältere und jüngere Geschichte und die Gegenwart einer ehemals getrennten und sehr langsam zusammenwachsenden Stadt aufeinander und kollidieren mit eigentumsrechtlichen und renditeorientierten Interessen und Aspekten der Stadt- und Verkehrsentwicklung. Alle Planungen für die weitere Entwicklung dieses Gebietes werden diese Aspekte mit einbeziehen müssen.
In der Zukunft steht die weitere Gestaltung der Brache des ehemaligen Mauerstreifens an der Bernauer Strasse und der Grundstücke im Außenbereich der Kapelle an, wird sich das weitere Umfeld verändern, wird die Städtebauliche Neufassung des Grenzstreifens erfolgen.
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