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KURZ-BESCHREIBUNG November 1999

Nach den Entwürfen der Berliner Architekten Peter Sassenroth und Rudolf Reitermann entstand zum zehnten Jahrestag des Falls der Berliner Mauer die "Kapelle der Versöhnung" auf den Fundamenten der 1985 im Todesstreifen der Mauer gesprengten alten Versöhnungskirche. Der Gemeinde ist sie bergende Hülle für Gottesdienste und Andachten an den Wendepunkten des Lebens.
Den Besuchern der Gedenkstätte "Berliner Mauer" ist sie ein Ort der Stille und Besinnung. Der markierte Grundriß der alten Kirche bleibt frei, umbaut wurde der alte Chorraum. Im Eingangsbereich des Grundstücks wurden die geretteten Glocken in einem Läutegerüst aufgehängt. Der alte Altar bildet das Maß für die Größe und Lage der Kapelle.
Über der ausgegrabenen und sichtbaren Kellertreppe mit Resten ihrer beim "Mauerbau" zugemauerten Tür ist die Nische für das gerettete Altarbild errichtet, die als Lichtschacht das Dach überragt. Daran schließt der ovale nach Osten ausgerichtete Kern des Gebäudes aus massivem Stampflehm an, der von einer axial auf die Hussitenstraße ausgerichteten transluzenten Hülle aus Holzlamellen umschlossen wird.

Lageplan

© Fotos und Pläne: reitermann/sassenroth

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