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Die Kapelle der Versöhnung, in ihrer gebauten Gestalt

Grundrisss und Isometrie

Ein moderner Stampflehmbau auf den Fundamenten der im ehemaligen Todesstreifen gesprengten Versöhnungskirche, in dem der gerettete Altar und vor der Kapelle die alten Kirchen-Glocken, wieder ihren Platz gefunden haben.
Die neue Kirche hat drei Räume
- einen großen Kirchplatz unter freiem Himmel
- die Grundfläche der alten Kirche am Läutegerüst
- den Wandelgang mit seinen Sitzgelegenheiten - unter dem Dach der Kapelle, aber noch im Freien
- der kleine, von den Stampflehmwänden geschützte Raum der Kapelle mit dem alten Altar.
Ein neuer Lehmaltar birgt im Innersten die vasa sacra.

Alle drei Räume legen Spuren frei:
- der Kirchplatz die Schwellen des historischen Kirchenportals,
den Postenweg des Todesstreifens und das Volumen der alten Kirche.
- der Wandelgang deren Fundamente.
- die Kapelle eine zugemauerte Kirchentür – "Mauer" 1961.

Statt auf eine Rekonstruktion zielt die neue Form auf eine Aneignung der Geschichte mit den Mitteln und für die Lebensvollzüge von heute.

© Fotos und Pläne: reitermann/sassenroth

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